Lernen. Gehirn-Forschung und die Schule des Lebens


Das Geheimnis des 12. Kontinents


Dein Spiegel



Lese- und Buchtipps

Hast Du dieses Buch schon gelesen? Es gibt jetzt eine ganz tolle, neue Zeitschrift gerade für die Kinder. Im Internet wurde eine interessante Webseite veröffentlicht....

 

Hier sollen Tipps und Informationen zu Büchern, Zeitschriften, aber auch anderen Medien vorgestellt werden. Es werden Tipps von der Bibliothek eingestellt werden, aber vor allen Dingen Hinweise von Kindern und Eltern über Gefundenes oder Gelesenes sollen sich hier wiederfinden.


Lernen. Gehirn-Forschung und die Schule des Lebens

von Prof. Manfred Spitzer

  

»Wenn es etwas gibt, was Menschen vor allen anderen Lebewesen auszeichnet, dann ist es die Tatsache, dass wir lernen können und dies auch zeitlebens tun.«
Manfred Spitzer

 

Lernen

 Zusammenfassung

»Lernen« - Lernen findet im Kopf statt. Was der Magen für die Verdauung, die Beine für die Bewegung oder die Augen für das Sehen sind, das ist das Gehirn für das Lernen.

Daher sind die Ergebnisse der Gehirnforschung für das Lernen so wichtig wie die Astrophysik für die Raumfahrt. Manfred Spitzer hat angeregt durch seine Erfahrungen im Baden-Württembergischen Bildungsrat und als Experte bei einer Anhörung zur PISA-Studie im Bundesrat - dieses Buch für einen breiten Leserkreis von Menschen geschrieben, die mit Lernen und Lernenden zu tun haben:

  • Eltern, Lehrer,  Schüler, Bildungspolitiker und alle,

der seine Lernmaschine im Kopf verstehen und einsetzen möchte. Spitzers Buch ist ein Plädoyer gegen Vorurteile:

»Schüler sind nicht dumm, Lehrer sind nicht faul und unsere Schulen sind nicht kaputt. Aber irgendetwas stimmt nicht.«

  • Träumen wir nicht alle immer noch vom Nürnberger Trichter, der uns Lernen ohne Mühe verheißt, uns alles eintrichtert, was wir hören?
  • Aber was wäre, wenn unser Gehirn tatsächlich alles so aufnehmen würde wie der Nürnberger Trichter, wenn auch aller Unsinn, den wir hören, gelernt würde?
  • Was wäre, wenn wir Fremdsprachen im hohen Alter so leicht lernen würden, wie wir als Kinder die Muttersprache lernen?
  • Und warum ist es gar nicht zu bewerkstelligen, Lernen aus dem Leben zu verbannen?
  • Und wenn Lernen unvermeidlich ist, gibt es dann so etwas wie eine Gebrauchsanleitung zur Lernmaschine in unserem Kopf?

Unser Gehirn ist zum Lernen geschaffen. Unser Gehirn lernt immer, ob wir wollen oder nicht. Es kann gar nicht anders. Manfred Spitzer's Buch »Lernen« kann als Ansatz für eine Antwort auf die vielen Fragen gelesen werden.


Zum Autor

Manfred Spitzer, Jg. 1958, ist Professor für Psychiatrie an der Universität Ulm, wo er die Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik leitet. Er studierte Medizin, Psychologie und Philosophie in Freiburg. Nach den Promotionen in Medizin (1983) und Philosophie (1985) sowie dem Diplom in Psychologie (1984) und einer Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie prägten zwei Gastprofessuren an der Harvard-Universität und ein weiterer Forschungsaufenthalt an der University of Oregon seine wissenschaftliche Arbeit an der Schnittstelle von Neurobiologie, Psychologie und Psychiatrie, bevor er an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Heidelberg Oberarzt wurde und 1997 nach Ulm ging. Sein mit über 100 Publikationen umfangreiches wissenschaftliches Werk wurde 1992 mit dem Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Nervenheilkunde und 2002 mit dem Preis der Cogito-Foundation zur Förderung der Zusammenarbeit von Geistes- und Naturwissenschaften ausgezeichnet.

 

Quelle: Online-Netzwerk Lernen

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Das Geheimnis des 12. Kontinents

von Antonia Michaelis

 

Karl Sonntag ist aus dem Waisenhaus geflohen und sucht nun mit den Winzigen, einem Seefahrervolk, den geheimnisvollen 12. Kontinent. Auf dieser Insel sind die Kinder der Seefahrer verschollen. Aber dies ist nicht das einzige Geheimnis, das es zu lüften gibt. Die Reise wird zu einem Abenteuer voller Rätsel, Geheimnisse und uraltem Zauber und aufregender als Karls kühnste Träume. Am Ende findet er mehr, als er suchte: Freunde, Verständnis und Wärme und das Wichtigste im Leben überhaupt.

 

 

Leseprobe

 

»Hör zu«, begann Sven schließlich leise. »Es war einmal ein Schiff, das fuhr über die sieben Weltmeere. Jahraus, jahrein, in den Frühjahrsstürmen, in der Sommerbrise und im Herbstgewitter und sogar im Winter irgendwo in den lauen Winden des Südens. Die Menschen, die auf dem Schiff über die sieben Weltmeere fuhren, hatten kein anderes Heim: Das Schiff war ihr Zuhause. Auf dem Schiff wurden ihre Kinder geboren, und auf dem Schiff gingen sie zur Schule. Manchmal kam jemand von Land aufs Schiff und blieb dort, oder jemand verließ das Schiff, um an Land zu wohnen, aber eigentlich änderte sich wenig. Es war ein glückliches Leben, das die Leute auf dem Schiff führten. Oft war es abenteuerlich, und manchmal gab es zu viel Zwieback, aber meistens war es recht gemütlich auf dem Schiff. Die Kinder spielten an Deck Verstecken und angelten Quallen und zählten nachts die Sterne über dem stillen Wasser. Bis das Schiff eines Tages an einer Küste anlegte, die in keiner der uralten Seekarten verzeichnet war. Zuerst dachten die Leute auf dem Schiff, sie hätten sich geirrt. Sie drehten die Karten so herum und so herum – aber die Küste, an der sie ankerten, gab es nicht auf dem Papier. Natürlich waren die Karten nicht die neuesten, wie gesagt. Die eine oder andere Stadt war inzwischen an Land gewachsen, die eine oder andere Steilküste abgebrochen, der eine oder andere Hafen neu erbaut worden. Aber die Küstenlinien sollten doch, so sagte die Kapitänin, im Großen und Ganzen die gleichen bleiben.

 

Es gab nur eine einzige Lösung für das Rätsel: Die Leute auf dem Schiff hatten einen neuen Kontinent entdeckt. Einen Kontinent, der bislang von niemandem vermessen und angemeldet worden war. Sie nannten ihn den 12. Kontinent, denn elf hatten sie auf ihren Reisen schon entdeckt, und langsam fielen ihnen keine Namen mehr ein.

 

Der 12. Kontinent war ein hübscher Kontinent. An seiner felsigen Küste flogen die Schwalben ein und aus, die dort ihre Löcher hatten. Zur einen Seite hin bedeckte ein Laubwald das Land, dessen Bäume sich raunend im Wind wiegten. Zur anderen Seite hin breitete sich ein Teppich aus Gras und Heide aus, in der ein paar herrenlose Schafe grasten und weideten. Die Besatzung des Schiffs ging an Land, und dort fanden sich eine Menge Beeren, aus denen man Marmelade kochen und Kompott machen konnte, Nüsse, die zum Kuchenbacken einluden, und Bucheckern, die sich an regnerischen Tagen im Ofen rösten ließen. Die Seeleute ankerten fünf Tage vor der Küste, wo das Wasser türkisblau an einen Strand voller Muscheln schwappte, und stockten ihre Vorräte auf. Im angespülten Seetang fanden sie goldgelbe Bernsteine, so groß wie ihre Fäuste, und versteinerte Seeigel, die sich bequem als Tische benutzen ließen. Es war schon beinahe Herbst, und der Wind wurde kühler. Die Leute auf dem Schiff überlegten ernsthaft, ob sie nicht zu dem neuen Kontinent zurückkehren sollten, wenn später im Jahr der Winter hereinbräche, um an jener schönen, steilen Felsenküste die kalte Jahreszeit abzuwarten. Bis auf einmal etwas Unerwartetes geschah.

 

Quelle: SZ-Shop

 

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Dein Spiegel

"Dein SPIEGEL - Die Welt verstehen" ist ein neues Magazin für Mädchen und Jungen im Alter zwischen 9 und 12 Jahren. Es wurde von den SPIEGEL-Redakteuren Ansbert Kneip und Bettina Stiekel gemeinsam mit dem stellvertretenden SPIEGEL-Chefredakteur Martin Doerry entwickelt. Auf klassische Magazinthemen für ein junges Lesepublikum und die verständliche Darstellung komplexer Zusammenhänge wurde dabei ebenso Wert gelegt wie auf unterhaltende Rubriken. Kinder-Reporter haben das Redaktionsteam unterstützt und Prominente interviewt, darunter Fußballstar Bastian Schweinsteiger und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier. Themen sind u. a.: Wie wird man eigentlich Chef von Deutschland? Eskimos: "Hilfe, mein Dorf versinkt im Meer" Wie man einem Pferd das Tanzen beibringt

 

Kurzbeschreibung Ausgabe 2/2010

In der Titelgeschichte beschäftigt sich das Nachrichtenmagazin für Kinder mit dem im Jahr 1922 entdeckten Grab des Kinder-Pharao Tutanchamun. Wie sah das kurze Leben des vor mehr als 3300 Jahren lebenden Pharaos aus und war der Entdecker seines Grabes ein Grabräuber?
Das Magazin geht auch der Frage nach, warum deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen und wer die Taliban sind. Die zehnjährige Emma und der zwölfjährige Hans-Christian befragten dazu Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.
Ein großer Report widmet sich dem Thema Schulstress, eine Wirtschaftsgeschichte über die Lebensmittelindustrie klärt darüber auf, welche Zutaten ein Glas Nutella eigentlich enthält.
Der in dieser Woche in die Kinos kommende Film "Vorstadtkrokodile 2" wird vorgestellt und im Sportteil erzählt Kati Wilhelm, warum eine Biathlethin nicht nur Ski fahren und schießen können muss, sondern auch rechnen.

 

Quelle: SpiegelShop

 

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